Bild im Hate Speech Modus

ddbNewsR.

Was man von Bild halten soll erklärt sich mittlerweile von selbst. Diese Hasskanonade gegen die erkrankte Ehefrau des  syrischen Präsidenten Baschar al-Assad spricht Bände. So macht man sich Feinde aber keine Freunde. Jeder intelligente Mensch kann nur mit allergrößter Verachtung auf dieses Schuldblatt schauen. Mittlerweile liegen 18 Klagen gegen diese Unverschämtheit vor . Man kann nur sehr hoffen , daß dieses Schundblatt sehr bald vom Lesermarkt vollständig verschwindet weil niemand mehr den Dreck kauft!

Der Sachverhalt:

Schäm dich, BILD!

 

Hat die BILD-Zeitung völlig vergessen, was sich gehört? In ihrer reißerischen, menschenverachtenden Berichterstattung zur Erkrankung von Asma al-Assad überschreitet die Zeitung jegliche Grenzen von Anstand und Ethik.

Man muss die BILD nicht mögen, man muss sie auch nicht lesen. Das mache ich auch nicht. Deswegen kann ich aber nicht seelenruhig zusehen, wie sie mit menschenverachtenden Schlagzeilen versucht, sich am eigenen Schopf aus dem Auflagentief zu ziehen.

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Titelseite der Bild-Zeitung

 

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Nach Beispielen muss man nicht lange suchen. Am 8. August stellt sich BILD-Autor Daniel Böcking die Frage: „Darf man sich freuen, dass Syriens mörderische Mutter Krebs hat?“ Gemeint ist Asma al-Assad, die Gemahlin des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Am Mittwoch war bekanntgeworden, dass bei der 42-Jährigen ein bösartiger Brusttumor im Frühstadium entdeckt worden ist. Ein Foto zeigt Asma al-Assad mit Infusionsschläuchen im linken Arm, an ihrer Seite ihr Ehemann Baschar al-Assad.

Asma al-Assad. Archivfoto
© AFP 2018 / Miguel Medina
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Wenn die Ehefrau des französischen Präsidenten Emmanuel Macron an Brustkrebs erkrankt wäre, hätte die Überschrift vermutlich anders geheißen. Der Autor hätte sich möglicherweise bestürzt gegeben und sein journalistisches Arsenal nach Worten des Mitgefühls durchforstet. Da wir hier von der BILD sprechen, hätte der Titel vielleicht geheißen: „Schock! Nach Krebsdiagnose bangen Franzosen um das Leben ihrer First Lady.“ Oder so ähnlich. Aber wenn es um die Frau eines „Tyrannen“ geht, darf die BILD nicht zimperlich sein.

Genüsslich zitiert Böcking gleich zu Anfang Reaktionen von Twitter-Usern, die Asma al-Assad einen „langen, schmerzvollen Tod“ wünschen. Böcking findet diese Reaktionen „menschlich“. „Christlich“ seien sie jedoch nicht, ist der Autor überzeugt, und zitiert bei der Gelegenheit aus der Bibel:

„Denn nach christlichem Verständnis straft Gott so nicht. ‚Er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und über Gute‘, heißt es in der Bibel (Matthäus 5,45). Und zur Schadenfreude: ‚Wer sich über eines andern Unglück freut, wird nicht ungestraft bleiben‘ (Sprüche 17,5).“

Zum Schluss tröstet Böcking seine Mit-Christen: „Es wird ein gerechtes Gottes-Urteil geben für Asma al-Assad, die mörderische Mutter Syriens.“

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Presserat antwortet Sputnik: „Prüfen Beschwerdeverfahren gegen BILD“

10:49 Uhr am 10.08.2018

Nachdem Sputnik den Deutschen Presserat um eine Einschätzung des BILD-Artikels zur Krebserkrankung von Asma al-Assad gebeten hat, will der Presserat den Text nun auf Grundlage des Pressekodex prüfen und gegebenenfalls ein Beschwerdeverfahren gegen BILD und BILD Online einleiten.

In der schriftlichen Antwort des Deutschen Presserates vom 10. August 2018 heißt es wörtlich:

„Danke für Ihre Anfrage. Dem Presserat liegen bislang 18 Beschwerden zu dem Artikel vor. Wir werden die Beschwerden aufgrund des Pressekodex prüfen und zeitnah entscheiden, ob wir ein Beschwerdeverfahren gegen BILD und BILD Online einleiten.“

Am 8. August hatte BILD in einem Artikel zur Krebserkrankung der Ehefrau des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad getitelt: „Darf man sich freuen, dass Syriens mörderische Mutter Krebs hat?“. Aus Sicht von Sputnik-Autorin Ilona Pfeffer ist das ethisch nicht vertretbar und verstößt gegen den Pressekodex.

Sputnik

 

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