Wird am 29. März der Goldstandard eingeführt?

Was passiert gerade?

Die Zentralbanken kaufen seit einigen Jahren vermehrt Gold auf. 2018 waren es über 640 Tonnen Goldbarren, das ist fast doppelt so viel wie 2017.

Deutschland hat 2017 über die Hälfte seiner Goldreserven aus den USA und Großbritannien wieder nach Frankfurt geholt. Warum tun sie das? Haben die Banken Angst vor einer Währungs- oder Eurokrise? Oder wissen sie etwas, was wir nicht wissen? Will die BIZ gar Gold als Währungssicherheit?

Laut der italienischen Finanzzeitung „Il Sole 24 Ore“ soll der massive Goldkauf der letzten Jahre System haben. Mit dem 29. März, dem Tag des Brexits, werden die Zentralbanken weltweit wieder eine Art Goldstandard einführen, so die italienische Zeitung. Die „Bank für Internationalen Zahlungsausgleich“ (BIZ), die „Bank der Zentralbanken“, soll für den 29. März die Wiederbelebung des Goldstandards in der Bankenwelt planen.

Die Zeitung „Il Sole 24 Ore“ hat herausgefunden, dass die BIZ einen Buchhaltungsalgorithmus namens „Basel 3“ eingerichtet hat, der ab dem 29. März das Gold in den Portfolios der Geschäfts- und Investmentbanken zu einem barwertigen, aber risikofreien Vermögenswert umwandelt. Unterstützt wird dieses Vorhaben von der FED, der EZB, der Deutschen Bundesbank, der Bank of England und der Bank of France. Nach den neuen „Basel 3“ – Regeln soll Gold in den Bankbilanzen den gleichen Status wie Staatsanleihen erhalten.

Wenn die Risikobewertung einiger Banken zu hoch wird, könnten diese gezwungen sein, Wertpapiere durch andere finanzielle Vermögenswerte, einschließlich Gold, zu ersetzen oder das Kapital zu erhöhen. Die Kreditvolumen einiger großer italienischer Banken haben sich z. B. verdreifacht. Durch den Brexit befürchtet man offenbar die Entstehung von Verwerfungen an den Märkten, die die finanziellen Risiken schwer kalkulierbar machen.

Sollten Länder ihren Zentralbanken am 29. März physisches Gold zur Verfügung stellen müssen, um Staatsanleihen zu ersetzen, wären diese mit ihren aufgestockten Goldvorräten besser vorbereitet.

Insgesamt sollen sich bei den Banken 33.000 Tonnen Gold befinden. Europas Länder wie Deutschland, die Niederlande, Frankreich, Österreich, Belgien, aber auch Polen, Rumänien und Ungarn haben sich die Kontrolle über ihre Goldreserven zurückgeholt und die Bestände aufgestockt. China, Russland und Indien haben in den letzten zwei Jahren mehr Gold als jedes andere Land gekauft. Moskau hat sogar riesige Mengen amerikanischer Staatsanleihen abgestoßen und diese durch Goldreserven ersetzt.

Die Politik fährt derweil eine „Hinhalte-Taktik“ rund um den Brexit.

Was wird also nach dem 29. März passieren?

ddbNews Christian

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4 Gedanken zu “Wird am 29. März der Goldstandard eingeführt?

  1. Habe den Eindruck, dass hier etwas medial verbreitet wird, was m.E. sicherlich nicht der Realität entspricht. Es wurde bis jetzt nur ein geringer Bruchteil des Goldes abgerufen ( dies groß in der Presse vermeldet), der in Fort Nox angeblich noch liegen soll. Von den anderen „kleinen Depots“ in Frankreich und London mal abgesehen. Genauere Infos hierüber gibt es überhaupt nicht oder sind geheim, Die größte Masse unseres Gold wurde damals „zur Sicherheit“ nach USA überführt. Gesichert gegen wen? Oder Kriegsbeute?

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