Mehr Nervengift in Spargel, Milch und Fleisch?

Erneut erlaubt die EU mehr Neonikotinoide in Lebensmitteln. Diesmal wurden die Grenzwerte für das Nervengift Acetamiprid in Spargel, Milch und Fleisch teils drastisch erhöht. Eine parlamentarische Kontrolle findet dabei nicht statt.

 

Spargel darf nun 80-mal soviel Acetamiprid enthalten als zuvor. Der BUND fordert, das Nervengift zu verbieten.  (Jai79 / pixabay.com)

Erst im September hatte die EU-Kommission die Grenzwerte für das Neonikotinoid Acetamiprid für verschiedene Lebensmittel wie Tomaten und Weizen erhöht. Jetzt geht die Praxis der schleichenden Vergiftung weiter: Diesmal sind die Grundnahrungsmittel Milch und Fleisch sowie Spargel dran.

Die erlaubte Menge des Nervengifts Acetamiprid steigt bei Spargel um das 80-fache, bei Schweinefleisch um das 25-fache (siehe Infografik)! Solche Grenzwerterhöhungen müssen nicht etwa im Parlament abgestimmt werden – nein, die Mitgliedstaaten beschließen es und die Kommission schickt dann lediglich eine Information über die erfolgte Änderung.

Die EU reagiert mit solchen Grenzwerterhöhungen auf den Druck der großen Bauernverbände und der Pestizidindustrie. Die Regierungen nehmen somit in Kauf, dass unser Essen immer mehr Gift enthalten darf. Drei Neonikotinoide sind seit 2013 wegen ihrer Gefährlichkeit für Bienen bereits teilweise verboten. Der BUND fordert ein umfassendes Verbot aller Neonikotinoide ohne Schlupflöcher. Landwirtschaftsminister Schmidt muss sich dringend auf EU-Ebene dafür einsetzen.

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6 Gedanken zu “Mehr Nervengift in Spargel, Milch und Fleisch?

  1. maja1112

    Landwirtschaftsminister Schmidt wird einen Teufel tun sich für die Belange des Volkes, das ihn oder sie so großzügig alimentiert, einzusetzen. Je eher sie die BRD abgewickelt haben, je eher können sie ihr Raubzüge ganz ungeniert fortführen. Irgendwann ist dann natürlich nichts mehr da das man plündern kann, aber um das zu kapieren, da reicht der IQ dieser Schauspielertruppe nicht aus.

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  2. So kommt das zum Tragen, was letztlich seitens der im Hintergrund Agierenden erreicht werden muss. 6,5 Mia. müssen von der „Bildfläche“ verschwinden, damit der verbliebene (Sklaven) Rest besser „unter die Fittiche“ genommen werden kann. Zug um Zug wird dies durch Kriege, Krankheiten und sonnst noch was umgesetzt. Es lebe die Chemie und deren Ableger..

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