Venezuela Bericht -aus erster Hand –

 

Diosdado Cabello, einer der wirklich Präsident ist und zwar der der Verfassunggebenden Versammlung, enthüllte in seinem Programm: Con el mazo dando (mit dem
Holzhammer geben), dass er sich am 22. Januar 2019 auf Wunsch von Juan Guaidó heimlich mit ihm traf und der ihm bei diesem Treffen andere Dinge gesagt habe, als die, die er später gemacht habe.

Juan Guaidó sagt, dass er von allen unter Druck gesetzt wurde. Druck wirst du von uns bekommen, dass du das nur weißt, sagte der chavistische Führer Diosdado Cabello auf dem Bildschirm. Falls der angebliche Präsident das abzustreiten versucht, würde Cabello die Einzelheiten des Gesprächs öffentlich machen, Tränen inklusiv.

Die Bevölkerung hat sich die Bolivarische Revolution über viele Jahre erkämpft und weiß, dass die kontinuierliche Sabotage an der Infrastruktur das Problem ist. Man wird nicht so blöd sein, das Volkseigentum an US-Konzerne zu verschenken.

Sollte es gleichwohl durch ausländische Intervention dazu kommen, wird es einen fürchterlichen Bürgerkrieg geben. Wäre ich Venezolaner, würde ich eine Kolonialisierung meines Landes durch USA nicht hinnehmen.

Die Führung der PSUV und KPV haben bereits angekündigt, dass bei einem Rechtsputsch ( den Guaido beabsichtigt) militärisch gegen die Putschisten vorgegangen wird.

In diesem Fall muss militärisch interveniert werden – es gibt dann keine Alternative. Welche Ausmaße ein solcher Krieg annehmen wird, ist absehbar.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Armee bereits dabei ist, sich auf einen Guerillakrieg gegen eine US-Marionettenregierung vorzubereiten um Chávez Vermächtnis zu verteidigen.

Krieg ist immer das letzte Mittel, ein Verzicht auf Krieg führt jedoch für die nachgebende Partei in die Sklaverei. Bemerkenswert finde ich, dass Guaidos Schergen in den Armenvierteln Jugendliche mit Waffen ausstatten, um gegen Bezahlung größtmögliche Sabotage auszuüben und um Polizisten und Soldaten zu ermorden.

Blöderweise fehlt jedoch die Ausbildung im Umgang mit Waffen, so dass diese Jugendlichen dann von der Polizei erschossen werden. Dieses Rekrutierungssystem erinnert an die Anfänge des Systems der Contras in Nicaragua/Honduras, das genau so begann, dass von USA in den Armenvierteln Söldner für den Kampf gegen die Sandinisten rekrutiert wurden.

Die Contras sind letztlich gescheitert, weil eine mäßige Bezahlung nicht ausreicht um gegen jene zu siegen, die aus persönlicher Überzeugung Widerstand leisten.

Genau darum wird die USA auch in Venezuela scheitern. Auf TELESUR lief die Direktübertragung von den Feierlichkeiten zur 20th anniversary of the arrival to power of Hugo Chávez.

Da konnte man riesige Menschenmassen beobachten, die Maduro und Diosdado zujubeln. Auch wenn man kein spanisch versteht, ist leicht zu erkennen, dass diese Massen ehrlich und überzeugt vom Chavismus und Maduro begeistert sind.

Es sollen noch in 2019 die für 2020 regulär anstehenden Parlamentswahlen vorgezogen werden. Dann wird man sehen, wie groß die Unterstützung der Bolivarischen Revolution weiterhin ist. Unabhängige politische Beobachter in Venezuela gehen davon aus, dass das linke Spektrum aus PSUV, KPV, Indianerparteien und linken Splittergruppen rd. 55% der Abgeordneten stellen wird.

Damit hätte Maduro die Unterstützung durch das Parlament zurückgewonnen.

Juan Guaidó muss befürchten, gar nicht mehr in ein neues Parlament gewählt werden, denn Verräter und lächerliche Selbstdarsteller hat niemand gern in seinen Reihen.

Bis zu den Parlamentswahlen wird erst mal nichts Wesentliches geschehen. Juan Guaidó kann man bis dahin ignorieren. Juan Guaidó muss derweil befürchten, durch USA ermordet zu werden, um einen Anlass für eine Militärintervention zu bieten.

Er wird in jedem Fall als tragische Gestalt enden, entweder in einem venezolanischen Knast oder auf dem Friedhof. Irgendwie hat man ihn als den Idiot ausgeguckt, der diese Rolle übernehmen soll – und sehr wahrscheinlich macht er das nicht freiwillig, sondern man hat ihn dazu genötigt.

Dazu eine weitere Superanalyse:

https://www.voltairenet.org/article204935.html

Im Gegensatz zu dem, was sich die Venezolaner vorstellen, ist das Ziel der USA nicht der Sturz von Nicolás Maduro, sondern die Anwendung der Rumsfeld-Cebrowski-Doktrin der Zerstörung staatlicher Strukturen im karibischen Becken.

Dies setzt die Beseitigung von Nicolás Maduro, aber auch von Juan Guaidó voraus. Das aktuelle Schema wurde bereits getestet, um Syrien von einer Situation innerer Unruhen (im Jahr 2011) in eine Aggression durch eine Söldnerarmee (2014) zu bringen.

Die Rolle der Arabischen Liga wird in Südamerika von der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gespielt, deren Generalsekretär den Präsidenten Juan Guaidó bereits anerkannt hat.

Die Rolle der Freunde Syriens wird von der Lima-Gruppe gespielt, die die diplomatischen Positionen der Verbündeten Washingtons koordiniert. Die Rolle des Führers der syrischen Opposition, Burhan Ghaliun, wird von Juan Guaidó gespielt.
In Syrien ist der langjährige NED-Mitarbeiter, Burhan Ghaliun, von anderen Leuten ersetzt worden, dann wieder von Anderen, bis jeder seinen Namen vergessen hat. Es ist wahrscheinlich, dass Juan Guaidó gleichfalls geopfert wird.

Heute bestehen die USA im Gegenteil darauf, die Welt als eine unipolare zu denken. Sie haben keine Verbündeten und keine Feinde mehr. Für sie ist eine Bevölkerung entweder in die globalisierte Wirtschaft integriert, oder lebt in Gebieten mit natürlichen Ressourcen, die die USA nicht unbedingt ausbeuten wollen, aber auf jeden Fall immer kontrollieren müssen.

Da diese natürlichen Ressourcen jedoch nicht gleichzeitig von Nationalstaaten und vom Pentagon kontrolliert werden können, müssen die staatlichen Strukturen dieser Regionen unwirksam gemacht werden.

Wenn man annimmt, dass Juan Guaidó glaubt, er löse die Krise und diene seinem Land, indem er sich zum Interimspräsidenten erklärt, tut er aber in der Realität das Gegenteil.

Seine Aktion wird zu einer Situation führen, die mit einem Bürgerkrieg vergleichbar ist. Er oder seine Nachfolger werden ihre lateinamerikanischen Brüder zur Rettung rufen. Brasilien, Guyana und Kolumbien werden Friedenstruppen entsenden, die von Israel, Großbritannien und den USA unterstützt werden.

Die Unruhen werden andauern, bis ganze Städte in Trümmern liegen. Egal, ob die venezolanische Regierung bolivarisch oder liberal, ob sie anti- oder pro-USA ist. Das Ziel ist nicht sie zu ersetzen, sondern den Staat dauerhaft zu schwächen.

Dieser Prozess beginnt in Venezuela und wird auch in anderen Ländern des Karibik-Beckens weitergehen, zuerst in Nicaragua, bis es in der gesamten Region keine wirkliche politische Macht mehr gibt.

Diese Situation ist vielen Arabern völlig klar, die in die gleiche Falle geraten sind und alle auf die eine oder andere Weise unterlegen waren. Für die Latein-amerikaner ist das im Moment noch nicht der Fall.

Natürlich ist es immer möglich, dass sich die Venezolaner trotz ihres Stolzes der Manipulation bewusst werden, der sie ausgesetzt sind, ihre Spaltungen überwinden und ihr Land retten.

https://amerika21.de/dokument/221569/rekolonisationskrieg-gegen-venezuela

Endlich wissen wir, wo Guidó sein Haupt bettet: Während er geschützt von Marines in der US-Amerikanischen Botschaft in Caracas schläft, fordert der Angestellte der USA in Venezuela einen Aufstand der Armee und eine Bürgerrebellion, fordert Beamte auf, den Autoritätsgrundsatz zu ignorieren, ratifiziert diplomatische Vertreter, die von Trump für multilaterale Einrichtungen und andere Staaten benannt wurden, versucht venezolanische Außendienstangestellte in sozialen Medien zu bestechen, fordert die Be-schlagnahmung der finanziellen Ressourcen und Vermögenswerte des venezolanischen Staates im Ausland, und er akzeptiert die Plünderung des Landes. Ein Beispiel ist die Benennung des angeblichen Vertreters Venezuelas im Weißen Haus, Herrn Carlos Vecchio, der von US-Senator Marco Rubio auf Twitter vorgeschlagen und dann von der Nationalversammlung ratifiziert wurde. Diese Person war zuvor Rechts-anwalt bei Exxon Mobil in unserem Land. Das heißt, er ist buchstäblich ein Mitarbeiter einer US-amerikanischen Ölgesellschaft in Venezuela. Es kann kein deutlicheres Zeichen einer kolonialen Regierung als dieses geben.

Hier noch eine Gegenmeinung eines Kapitalisten, die exemplarisch für die deutschen Geldgeier steht. Diesen Leuten würde ich auch gerne einen „arabischen Frühling“ in Deutschland gönnen:

„Kann man nur hoffen, dass dieser widerliche undemokratisch gewählte Maduro bald weg ist, der sich nur selber die Taschen füllt. Aber ich bin guter Dinge, da Venezuela etwas hat, worauf alle scharf sind. Im Gegensatz zu Vietnam, Kuba und Co.
Da lohnt es sich sogar, einzumarschieren. Kriegsgründe finden sich, und lassen sich instruieren, siehe Irak. An der Entschlossenheit von Trump habe ich keine Zweifel. Wenn er in seiner Amtszeit noch ein dickes Ding bewegen will und in die Geschichte als großer Herr eingehen will, dann ist die Zeit sicherlich gekommen. Wenn Maduro nicht selber geht, dann wird es wohl demnächst eine Frühjahrsoffensive geben. Man investiert halt nicht gegen den Ami… was soll das bringen?“

Der lächerliche Putsch der US-Marionette ist gescheitert, so wie ich es vorhergesagt habe. Auch mit den nächsten Sanktionsstufen werden die US-Konzerne scheitern. Wer was von Volkswirtschaft versteht, der weiß auch weshalb.

Ich hatte ja schon einige Hinweise auf die Produktionstiefe venezolanischer Unternehmen und die hohe Importunabhängigkeit der Wirtschaft gegeben. Die weitgehende Nichteinbindung Venezuelas in die internationale Arbeitsteilung mag in Friedenszeiten ein Nachteil sein, macht aber Sanktionen zum zahnlosen Tiger. Infolge jahrelanger Nichtverfügbarkeit von Devisen haben die Unternehmen gelernt, so viel wie möglich selbst zu machen. Das ist zwar nicht unbedingt effizient, man hat aber auch praktisch keine Konkurrenz aus dem Ausland, da diese in Venezuela nichts verdienen kann. In einer solchen Gemengelage könnte auch bei einer Seeblockade über viele Jahre weitergewurschtelt werden. Wie geht es weiter? Vorgezogene Parlamentswahlen in Kürze, gern mit internationalen Wahlbeobachtern. Guaidó könnte dann sein Mandat verlieren und wäre weg vorm Fenster. Die linken Parteien dürften die Mehrheit der Abgeordneten zusammenkriegen, vielleicht etwas Verschiebung von PSUV zur KPV. Maduro hätte dann auch im Parlament wieder eine solide Machtstütze.
Schaut man sich die Beteiligten an, so gibt es 3 Gruppen: USA, China, Russland, Vasallen wie GB, EU u.s.w. können wir ignorieren. Der USA (selbst Energieproduzent) genügte es bisher einen starken, erfolgreichen Nationalstaat Venezuela zu verhindern. Jetzt gilt aber: Die Anbindung an China + Russland soll unbedingt beendet werden. China ist an günstigem Öl interessiert und strategischen Verbündeten. Russland (genug eigenes Öl) benötigt ebenfalls strategische Verbündete. Im Grunde sehen wir mit Venezuela (wie auch schon bei der Krim) den globalen Aufmarsch vor der wirklichen Entscheidung. Das Problem der USA ist dabei die Zeit, denn Bildung, Erfindungen, industrielle Basis sprechen mittelfristig für China als neue Weltmacht, Russland hat zwar genügend Land + Rohstoffe, aber zu wenig Menschen, weshalb der Russe sich um europäische Nationalstaaten bemüht.


Nachdem Guaidó einen Militärschlag gegen das eigene Land gebilligt hat, wenden sich die anderen Bündnispartner der MUD mit Entsetzen von seiner 7%-Partei ab.

Der Putsch ist damit gescheitert.

Berichte über Venezuela aus dem Börsenforum

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