Bundesweite Testwarnung des Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

ddbNews R.

zuerst haben wir uns vor wenigen Tagen gewundert, daß die Sirenen in NRW alle ausprobiert werden sollten, man hatte diese teilweise ja bereits entfernt. Nun aber dieser Bericht von:

Norbert Fleischer

Über den Agenturticker lief gestern eine sehr außergewöhnliche „Testwarnmeldung“, ausgerechnet von jener Behörde, die für die Warnung der Bevölkerung im Fall eines bevorstehenden Nuklearen Raketeneinschlags zuständig ist.

Testwarnmeldungen an sich gibt es laufend. Neu an dieser ist aber, dass konkret benannte Empfänger ALLE schriftlich an das Bundesamt melden sollen, ob und wenn ja wann sie sie erhalten haben. In den vielen Jahren, in denen ich die täglichen Agenturmeldungen checke, habe ich SO eine noch nie gesehen. Und es liegt mir auch fern, Panik verbreiten zu wollen – aber offenbar ist sich die Bundesregierung des Ernstes der Lage in Syrien überaus bewusst.
Mi 12.09.2018, 11:31, BZS

Übung-Übung-Übung
*** TEST TEST *** GEFAHRENINFORMATION *** TEST TEST *** Testsendung!
Bitte BESTÄTIGEN Sie den Empfang an das Bundesamt für
Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.
# Sender: bzs-bn # Station: BBK Zivilschutzverbindungsstelle Schönewalde # Datum: 12.09.2018 11:31
# Medienanweisung-Radio: *** TEST TEST *** GEFAHRENINFORMATION *** TEST TEST *** Achtung! Es folgt eine GEFAHRENINFORMATION:
# Medienanweisung-Fernsehen: *** TEST TEST *** GEFAHRENINFORMATION *** TEST TEST *** Achtung! Es folgt eine GEFAHRENINFORMATION:
Testsendung! Bitte BESTÄTIGEN Sie den Empfang an das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Dies ist eine unangekündigte Testsendung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zur Überprüfung der Funktionsbereitschaft und zur Erprobung der Arbeitsverfahren für das Modulare Warnsystem MoWaS.
Sie wurde von der ZSVerbindungsstelle Schönewalde an
– alle Rundfunkanstalten der ARD
– DeutschlandradioKultur sowie Deutschlandfunk Köln
– Zweites Deutsches Fernsehen
– die angeschlossenen privaten Radio-/ Fernsehanbieter
– die angeschlossenen Presseagenturen, Internetbetreiber und Diensteanbieter
– alle Lagezentralen der Länder und Lagezentrum BMI
– das Lagezentrum der DB AG übermittelt.
###### LEITSTELLEN und MoWaS v/SE STATIONEN SOLLEN DIESE TESTSENDUNG NICHT BESTÄTIGEN!!####
###### LEITSTELLEN und MoWaS v/SE STATIONEN SOLLEN DIESE TESTSENDUNG NICHT BESTÄTIGEN!!####
Mit Ausnahme der Internetbetreiber werden die dazu autorisierten Empfänger (für das Land Brandenburg ist dies die Regionalleitstelle Nordwest in Potsdam) dieser Testsendung gebeten, den Empfang dieser Nachricht zu quittieren, indem sie einen Ausdruck dieser Nachricht unter Angabe der Empfangszeit und der genauen Bezeichnung Ihrer Institution bzw. Dienststelle
per Fax an die Nummer
035362 – 74776 (Schönewalde)
oder
0228 – 369 7705 (Bonn) senden oder per E-Mail an
zsverbst.schoenewalde@bbk.bund.de übermitteln.
Die Lagezentren der Länder werden gebeten, diese Testsendung als PDF via MoWaS in der Betriebsart „Kommunikation“ zu bestätigen.
Bei eventuell auftretenden Schwierigkeiten informieren Sie uns bitte über die Telefonnummer 035362 74774 oder 0228 – 934 06 63
Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag
Ringo Zweiger, Einsatzleiter _________________________________________ Referat I.2 – Warnung der Bevölkerung Abteilung I – Krisenmanagement Bundesamt für Bevölkerungschutz und Katastrophenhilfe Provinzialstr. 93, 53127 Bonn Fon: +49 228 99 550 2240 Fax: + 49 228 99 550 2241
# Handlungsempfehlungen: Dies ist eine Testmeldung! Keine Warnung auslösen! # Warnbereichsbeschreibung: Bundesland: Freie Hansestadt Bremen, Freie und Hansestadt Hamburg, Freistaat Bayern, Freistaat Sachsen, Freistaat Thüringen, Land Baden-Württemberg, Land Berlin, Land Brandenburg, Land Hessen, Land Mecklenburg-Vorpommern, Land Niedersachsen, Land Nordrhein-Westfalen, Land Rheinland-Pfalz, Land Sachsen-Anhalt, Land Schleswig-Holstein, Saarland # Zuständigkeitsbereich: Freie Hansestadt Bremen, Freie und Hansestadt Hamburg, Freistaat Bayern, Freistaat Sachsen, Freistaat Thüringen, Land Baden-Württemberg, Land Berlin, Land Brandenburg, Land Hessen, Land Mecklenburg-Vorpommern, Land Niedersachsen, Land Nordrhein-Westfalen, Land Rheinland-Pfalz, Land Sachsen-Anhalt, Land Schleswig-Holstein, Saarland # Absendersignatur: BBK Zivilschutzverbindungsstelle Schönewalde

Quelle:

 

Was ist MoWaS:

Warnung in Deutschland

Logo des Modularen Warnsystems (MoWaS) Logo des Modularen Warnsystems (MoWaS) , Modulares Warnsystem (MoWaS) (Vergrösserung öffnet sich im neuen Fenster)Lo­go des Mo­du­la­ren Warn­sys­tems (Mo­WaS) Quelle: BBK

Zu den Aufgaben des Zivil- und Katastrophenschutzes gehört es, die Bevölkerung zu warnen. Seit 2013 ist dafür das Modulare Warnsystem (MoWaS) in Betrieb. Es wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) auf Basis des Satellitengestützten Warnsystems (SatWas) entwickelt und den Ländern für Warnzwecke des Katastrophenschutzes zur Verfügung gestellt.

Warnmeldungen können bisher durch den Bund und die Innenministerien der Länder verschickt werden. MoWaS kombiniert dabei bedarfsgerecht eine wachsende Zahl verschiedener Warnmittel, um die Bevölkerung gezielt, schnell und wirksam zu warnen. Das bedeutet z. B. bei Bedarf mit Weckeffekt oder mit Hinweisen wie „Fenster schließen“. Aktuell werden über MoWaS Gefahrenmeldungen an Rundfunk- und Fernsehanstalten übermittelt. Darüber hinaus können über MoWaS Paging-Dienste, die Deutsche Bahn AG, Internetprovider und die Warn-App NINA mit Warnungen versorgt werden. Über eine standardisierte Schnittstelle können alle aktuell vorhandenen oder zukünftig vorstellbare Warnsysteme angesteuert werden.

MoWaS integriert regionale Warnsysteme in eine bundesweit einheitliche Lösung zur Auslösung und Übertragung von Warnmeldungen. Über eine grafische Oberfläche kann ein Verantwortlicher in seinem Zuständigkeitsbereich die Region und die zu nutzenden Warnmittel auswählen, Warndurchsagen eingeben und dann per Satellit an den zentralen Warnserver übertragen. Dort werden über zentrale Regeln automatisch z. B. länderspezifische Anforderungen berücksichtigt. Die Warnung erreicht dann gezielt die Region und die relevanten Empfänger über die gewählten Endgeräte.

Weitere Informationen:

 

Was haben die vor und was wissen die was wir nicht wissen ?

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