Es war einmal… Teil 8

Es war einmal…… Teil 8

Fortsetzung

Allemanien war also in vier Teile, sogenannte „Zonen“ unterteilt. Eine Zone, die von Ruslandia verwaltete, wurde „offiziell“ zu einem kleinen „Staat“ gemacht: „Allemanischen Demokratischen Verwaltung“. Die anderen drei Zonen zusammen nannte man: „Bundesverwaltung Allemanien“. Auch hier „gauckelte“ man den Menschen weltweit, nicht nur in Allemanien, vor, diese Verwaltung sei ein Staat.

Drei Jahre nach Waffenstillstand durften dann Vereine (Parteien), noch bestehende aus der Zeit der Weibacher Republik und neu gegründete, eine „neue“ Verwaltungsordnung (Hausordnung für das verwaltete Gebiet) ausarbeiten. Natürlich unter strengen Vorgaben, einmal der drei Westallierten für die Bundesverwaltung Allemanien sowie Ruslandias für die Allemanische Demokratischen Verwaltung im östlichen Teil des besetzten Gebietes. Die Hausordnung in der Allemanischen Demokratischen Verwaltung wurde sogar Vereinbarung (Verfassung) genannt, wobei die Menschen dort nicht dazu befragt wurden und diese auch nicht beschließen konnten!

Im westlichen Teil, also der Bundesverwaltung Allemanien, nannte man diese Hausordnung hochtrabend „Grundgesetz“. Hierzu muß man wissen, daß ein Grundgesetz lediglich dafür gedacht ist, Ruhe und Ordnung in einem besetzten Gebiet wieder herzustellen. So sagte auch einer der Schriftführer -eigentlich Aufschreiber der Vorgaben- auch im Rundfunk: 

Wir haben keinen Staat zu gründen! Auch haben wir keine Vereinbarung der Menschen (Verfassung) zu beschließen!. Wir haben lediglich ein Teilgebiet, also ein Staatsfragment von Allemanien, zu verwalten!“

Dafür war eben diese Hausordnung „Grundgesetz“ gedacht. Nach „Beschluß“ einer Versammlung der Vereine, Bundesrat genannt -der Name Bund rührt von „Bund der Vereine (Parteien)“- sollte dann dieses „Grundgesetz“ für alle „West-Allemanier“ „in Kraft treten“. Es war im Prinzip ein Schauspiel, denn eine Verordnung machen Sieger einfach, es ist eine Doktrin (also etwas, was man aufdiktiert hat). So wie ein Meister seinem Lehrling sagt, was er zu machen hat…

Doch es ging langsam wieder aufwärts. In den nachfolgenden Jahren, die Männer aus der Gefangenschaft zurück, welche den Krieg und die Gefangenschaft überlebt hatten. In beiden Teilen Allemaniens fing die Wirtschaft an zu laufen, man sprach vom Wirtschaftswunder.

Es entwicklelte sich allerdings unterschiedlich, im östlichen Teil gab es eine sogenannte Planwirtschaft, dem Vorbild bzw. Anordnung Ruslandias folgend. Hier gab es einen Einheitsverein (Einheitspartei), nach deren alle gleich sein sollten. Allerdings galt das nur für die Menschen, die arbeiteten. Die Leute in den Führungsetagen der einzelnen Einrichtungen (Ministerien, Parteiführung etc.) hatten es bedeutend besser. Im westlichen Teil wurde die „freie Wirtschaft“ nach Vorbild des Vereinten Staatenbundes aus Übersee eingeführt und praktiziert.

Eine Besonderheit gab es allerdings, die ehemalige „Hauptstadt“ des Allemanischen Reiches unter Udolph Heckler, lag mitten in der Zone Ruslandias. Diese Stadt hatte den Namen Berlinga und wurde auch in vier Zonen, entsprechend der Besatzer, aufgeteilt. Der östliche Teil, ruslandianisch verwaltet, wurde zur Hauptstadt der Allemanischen Demokratischen Verwaltung. Der westliche Teil war in die drei Zonen von Gallien, Britanien und Vereinter Staatenbund aus Übersee aufgeteilt. Daher wurde Berlinga auch „die geteilte Stadt“ genannt. Es musste alles, was die Stadt benötigte, immer durch das Ruslandianisch verwaltete Gebiet transportiert werden. 

Infolge von Streitigkeiten zwischen Ruslandia und den drei Westalliierten, politischer Natur, eskalierte die Situation und die Transportwege wurde blockiert. Dies war gut 10 Jahre nach der Entstehung der beiden Verwaltungseinheiten. Nur noch durch die Luft, durchgeführt durch Flugzeuge des Vereinten Staatenbundes aus Übersee, konnten die Menschen aus dem Westteil Berlingas versorgt werden.

Rosinenbomber

. wird fortgesetzt

ddbnews P.

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